Glockenturm der Kirche

Kráľova Lehota

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Im Tal der Schwarzen Waag, an ihrem Zusammenfluss mit der Ipoltice, steht eine Kirche mit ihrem Gelände, die 1990 zum nationalen Kulturdenkmal erklärt wurde. Der Waldfriedhof ist ebenfalls Teil des Komplexes. Die hiesigen Wälder waren einst das bevorzugte Jagdgebiet der ungarischen Könige. Im Jahr 1804 jagte der Erzherzog und Pfalzgraf Joseph von Habsburg, Enkel von Maria Theresia und Bruder von Kaiser Franz I., hier. Zum Gedenken an seinen Aufenthalt errichtete das Kammergut Hrádoc eine quadratische Gedenksäule, die noch heute hier steht. Die Dominante des ehemals baufälligen Ortes, der dank der Förster allmählich wiederhergestellt wurde, sind die römisch-katholische Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit und der hölzerne Glockenturm mit einem schindelartigen Glockendach. Die ursprünglich hölzerne Kirche wurde 1803 erbaut und später mit Backsteinen neu errichtet. Der Glockenturm steht auf einem Steinfundament und hat einen Grundriss von vier mal vier Metern. Seine Konstruktion besteht bis zum Dach aus behauenen Balken. Der Glockenturm ist zwei Stockwerke hoch und seine Wände bestehen aus senkrecht genagelten Brettern, deren Fugen mit schmalen Holzlatten abgedeckt sind. Ein mit Schindeln gedeckter Helm bedeckt das Gebäude, auf dem eine kupferne Mohnblume mit einem doppelten Metallkreuz thront. Der ursprüngliche Eingang befand sich auf der Südseite, aber da der Glockenturm auch als Leichenhalle genutzt wurde, um den Sarg nicht drehen zu müssen, wurde eine Tür auf der gegenüberliegenden Seite eingebaut. Das Gebäude hat vier Fenster und beide Stockwerke sind über eine Holztreppe erreichbar. Im Inneren des Glockenturms befinden sich Inschriften von denjenigen, die ihn repariert haben, vor allem aber von Besuchern. Früher gab es zwei Glocken, von denen die größere heute fehlt und nur noch die kleinere erhalten ist. Der Turm beherbergt auch eine Einzeiger-Turmuhr, die durch herabfallende Gewichte angetrieben wird, die die Zahnräder in Bewegung setzen. Die Uhr hat zwei Steingewichte, die an Seilen befestigt sind, die über hölzerne Rollen im Glockenturm laufen. Die Gewichte fallen in Plattenschächten allmählich bis in eine Tiefe von 1,2 m unter dem Boden hinab. Ein Seil mit Gewichten ist etwa 11 Meter lang und jedes Gewicht wiegt etwa 40 Kilogramm. Dieser Antrieb ist erstaunlich genau, aber die Uhr muss alle 12 bis 14 Stunden aufgezogen werden. Einzigartig sind auch die Zifferblätter an den drei Außenseiten des Turms. Sie haben einen Durchmesser von einem Meter und sind aus Tannenholz gefertigt. Der metallene Stundenzeiger hat am oberen Ende einen Drei-Sonnen-Pfeil und am unteren Ende eine schmale Mondsichel. Ursprünglich waren beide Enden vergoldet, was bei der Renovierung des Gebäudes im Jahr 2007 wiederhergestellt wurde. Das Schlagwerk der Uhr schlägt zu jeder vollen Stunde zwischen einem und zwölf Schläge auf die kleine Glocke, so dass sie in zwölf Stunden 78 Schläge erzeugt. Die Wälder der Slowakischen Republik haben auf dem Gelände auch zwei wichtige forstwirtschaftliche Standorte eingerichtet.

Wo Sie es finden

Land
Slowakei
Koordinaten
49.01373, 19.94116

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