Gotische Kirche St. Anna - Ruinen

Liptovská Anna

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Am oberen Ende des Dorfes Liptovská Anna, am Eingang des Annatals, befindet sich ein geheimnisvoller, fast mythischer Ort. Auf einem grasbewachsenen, erhöhten Hang stehen die erhaltenen Ruinen einer alten gotischen Kirche aus dem Ende des 13. Jahrhunderts, deren Schutzpatronin auch dem Heimatdorf ihren Namen gab. Das Terrain bestimmte den ungewöhnlichen Grundriss der Kirche. An der Wende vom 15. zum 16. Jahrhundert wurde sie im spätgotischen Stil umgebaut. Die Kirche diente bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts, bis sie 1805 durch einen Brand zerstört wurde. Seitdem ist sie baufällig und verwahrlost. Nur ein Teil der Außenmauern ist noch erhalten. Seit 2011 wird die Anlage gereinigt und konserviert, wobei einige wertvolle architektonische Elemente erhalten geblieben sind. Neben der Kirche stehen zwei hölzerne Glockentürme. Der ältere wurde in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts an die Kirche angebaut und ist heute baufällig. Daher wurde 1998 ein neuer, massiver hölzerner Glockenturm vor der Kirche errichtet. Seine Konstruktion und Form erinnern an mittelalterliche Belagerungstürme. Nach seiner Errichtung wurden die Glocken aus dem alten Glockenturm in den neuen Turm übertragen. Die Kirche ist vom Dorf aus zu erreichen, indem man von der blau markierten Fahrradroute Nr. 2407 abbiegt. Unterhalb des Geländes befindet sich ein kleiner Parkplatz, der einen näheren und leichteren Zugang ermöglicht. Der ältere Glockenturm diente einst den Bewohnern als Dienst, denn er läutete regelmäßig zur Mittagszeit. Die Menschen auf den Feldern hielten inne, beteten zum Herrn, aßen und setzten ihre Arbeit fort. Nach dem Tod der Person, die regelmäßig die Glocke bediente, verstummte der Glockenturm und verfiel allmählich. Er drohte einzustürzen, weil er die Bewegung einer etwa siebzig Kilogramm schweren Glocke nicht mehr aushalten konnte. Der Glockenturm hat einen quadratischen Grundriss und ist über seine gesamte Höhe mit Brettern verkleidet. An der Spitze hat jede Wand ein größeres rechteckiges Schallloch. Das Dach des ihlanförmigen Glockenturms war ursprünglich mit Schindeln gedeckt, heute ist es mit Blech bedeckt. Die Glocke ist bereits in den neuen Glockenturm umgezogen, der 2020 gebaut wird. Dennoch ist der alte Glockenturm ein landschaftliches Wahrzeichen. Er bietet eine atemberaubende Aussicht - auf der einen Seite auf das Tal, in dem das Dorf Zázrivá liegt, mit den Gipfeln des Kysuce-Gebirges und der Orava Magura, und auf der anderen Seite auf die Kleine Fatra Rozsutec. Man erreicht es von der Hauptstraße in Biela aus über einen unbefestigten Weg, etwa drei Kilometer unterhalb der Straße, die hinter dem Hügel zum abgelegenen Dorf Babišov führt.

Wo Sie es finden

Land
Slowakei
Koordinaten
49.14998, 19.46701

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