Museum des Dorfes Liptov
Pribylina
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Das Museum des Liptauer Dorfes in Pribylina ist ein einzigartiges Freilichtmuseum, das durch einen unglücklichen, aber gleichzeitig günstigen Umstand entstanden ist. Als in den 1970er Jahren der Staudamm Liptovská Mara gebaut wurde, standen viele historische Gebäude unter Wasser. Die wertvollsten wurden jedoch gerettet und nach Pribilina gebracht, wo das Museum 1991 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. Das Besondere an diesem Museum ist sein Aufbau. Im Gegensatz zu anderen Freilichtmuseen handelt es sich nicht um eine wahllose Ansammlung von Häusern, sondern um eine authentische Rekonstruktion einer mittelalterlichen Liptauer Stadt mit ihren Privilegien und Rechten. Unter den hölzernen Volksbauten, die das Leben der Bauern und Handwerker darstellen, stechen zwei steinerne Juwelen hervor. Das erste ist das gotisch-renaissancezeitliche Herrenhaus von Parížovce aus dem vierzehnten bis sechzehnten Jahrhundert, der älteste erhaltene Bauernsitz im Liptau. Jahrhundert, der älteste erhaltene Bauernsitz im Liptau. Er ist mit der Persönlichkeit des Königs Matthias Corvinus und seines Sohnes Jan Korvín verbunden. Der zweite Schatz ist die frühgotische Kirche der Jungfrau Maria aus dem ursprünglichen Dorf Liptovská Mara mit Fragmenten von Wandmalereien aus dem vierzehnten und fünfzehnten Jahrhundert. Das Museum bietet einen Einblick in das Leben der verschiedenen Gesellschaftsschichten an der Wende zum neunzehnten und im ersten Drittel des zwanzigsten Jahrhunderts. Zu sehen sind die Wohnungen der Landlosen, der Bauern, der Handwerker und der Stadtväter. Es gibt auch Haustiere zu sehen, darunter Huzulenpferde, auf denen man reiten kann. Seit 2020 verkehrt hier die fast einen Kilometer lange Považská-Waldeisenbahn, die zur authentischen Atmosphäre des Ortes beiträgt.