Schloss Sklabiňa
Sklabinský Podzámok
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Die Burg Sklabiňa ist einer der größten Burgkomplexe in der Region Turiec und in der gesamten Region Žilina. Sie liegt am Fuße der Veľká Fatra an der Stelle einer älteren Burg und wurde wahrscheinlich in der ersten Hälfte des dreizehnten Jahrhunderts erbaut. Die erste schriftliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1309 und ist mit dem Namen des Bürgermeisters von Volen, Magister Donč, verbunden. Ab dem vierzehnten Jahrhundert erfüllte sie eine wichtige Verwaltungsfunktion als Sitz des Turčianska stool. Die Burg beherbergte die Statthalter der Grafschaft, verwaltete die Grafschaft, erhob Zölle, führte Archive und betrieb ein Gefängnis. Die Bedeutung der Burg war so groß, dass sie im Laufe des Mittelalters mehrfach umgebaut und befestigt wurde. Zwischen 1410 und 1469 befand sie sich in der Obhut der polnischen Familie Balický. Im Jahr 1434 wurde sie von den Hussiten angegriffen und niedergebrannt, was umfangreiche Restaurierungsarbeiten erforderlich machte. Ab 1527 ging sie in den Besitz der Familie Révay über, die die Burg fast vier Jahrhunderte lang besaß.
Sie machten es zu einem Zentrum der Macht und Repräsentation. Hier wurde ein Herrenhaus und später ein Museum errichtet und die Burg erhielt neue Befestigungsanlagen. Einige Persönlichkeiten der Familie Révay haben die Geschichte auf dramatische Weise beeinflusst: Baron Daniel landete auf dem Schafott, und Elisabeth lebte hier zwanzig Jahre lang von ihrem Mann getrennt. Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Schloss von den Faschisten als Vergeltung für die Partisanentätigkeit niedergebrannt. Heute ist das Schloss eine Ruine, aber viele architektonische Elemente sind erhalten geblieben - die Kapelle mit den Resten der gotischen Fenster, die Mauern der Wohngebäude, die Bastionen, Teile des Turms und das Herrenhaus.
Der Grundriss der Burg ist deutlich erkennbar, und man spürt noch immer die Kraft des ehemaligen Zentrums von Turiec.