Burg Orava
Oravský Podzámok
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Die Burg Orava entstand in der Mitte des dreizehnten Jahrhunderts auf einem Felsen über dem Fluss Orava. Ursprünglich gab es eine hölzerne Festung, die nach der Tatareninvasion durch eine Steinburg ersetzt wurde. Sie wurde nach und nach erweitert und ging durch die Hände mehrerer bedeutender Adliger und Herrscher - darunter Matúš Čák Trenčiansky, Karl Róbert und die Familie Turz, die die Burg erheblich umbaute. Seit 1370 diente sie als Komitatsburg und verwaltete fast die gesamte Region Orava. Der Gebäudekomplex erstreckt sich über drei Etagen und vereint verschiedene Baustile - von der Romanik bis zum Barock.
Im Jahr 1626 entstand hier auf Initiative der Töchter von Juraj Turza das so genannte Orava-Kompositum - ein adeliger Gemeinschaftsbesitz an der Burg. Das Schloss überstand einen Brand im Jahr 1800 und Kriegsunruhen. Im Zweiten Weltkrieg nutzten die Deutschen sie als Beobachtungsposten, zogen sich aber nach einem Artillerieangriff zurück, um die Burg nicht zu zerstören. Zwischen 1953 und 1968 wurde die Burg umfassend restauriert und beherbergt seither das Orava-Museum. Heute ist sie eines der meistbesuchten Denkmäler in der Nordslowakei.