Schloss Lietava
Lietava
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Schloss Lietava
Die Burg Lietava ist eine der bedeutendsten mittelalterlichen Festungen in der Slowakei. Sie befindet sich auf einem felsigen Bergrücken im östlichen Teil des Sulov-Hochlandes, in der Nähe von Rajecké Teplice. Die Geschichte der Burg beginnt im dreizehnten Jahrhundert, als die Familie Balas diesen strategischen Ort für den Bau ihrer Festung wählte. Auf dem höchsten Punkt des Felsens errichteten sie einen vierstöckigen Turm mit quadratischem Grundriss, der das Herzstück der gesamten Burg wurde. Die Burg erlebte turbulente Zeiten. Zu Beginn des vierzehnten Jahrhunderts wurde sie vom mächtigen Matúš Čák erobert, doch nach dessen Tod im Jahr 1321 fiel sie wieder in die Hände von König Karl Róbert. Später gehörte sie König Sigismund und ging durch die Hände mehrerer bedeutender Familien.
Die größte Blütezeit erlebte die Burg unter der Verwaltung von Paul Kiniži im fünfzehnten Jahrhundert und später unter der Familie Thurzo im sechzehnten Jahrhundert. Jahrhundert unter der Familie Thurzo. František Thurzo war es, der dem Schloss sein Renaissance-Aussehen verlieh, dessen Spuren noch heute zu bewundern sind. Sein Sohn Juraj Thurzo, ein bekannter Pfalzgraf, baute das Anwesen weiter aus. Im Jahr 1530 lebten bis zu 285 Söldner auf der Burg, die sogar ihr eigenes Schießpulver herstellten. Dies zeugt von der Bedeutung und dem Reichtum des Anwesens. Nach dem Tod von Imrich Thurz im Jahr 1621 verfiel das Schloss allmählich. Jahrhundert war es bereits verlassen, und in den folgenden Jahrhunderten hinterließen Natur und Zeit ihre Spuren an den Burgmauern. Heute ist das Schloss Lietava ein geschütztes Kulturdenkmal.
Die Burgmauern stehen noch immer in beachtlicher Höhe und bieten den Besuchern einen einzigartigen Einblick in die mittelalterliche Architektur. Im Jahr 2017 wurde hier eine Dauerausstellung eröffnet, die sich mit der Geschichte der Burg und der Persönlichkeit von Juraj Thurz beschäftigt. Eine weitere interessante Besonderheit ist die taktile Ausstellung, in der die Besucher die Exponate auch anfassen können.