Der ursprüngliche Name der Siedlung war Sandberg, also Sandhügel. Mit der Zeit änderten die Einheimischen den Namen und nannten die Siedlung Zamperk. Die erste Erwähnung der Siedlung Piesky stammt aus dem Jahr 1263, als sie unter dem Namen Mons Pyrosus erwähnt wird. Die erste Erwähnung von Kupfererzgruben in Piesky stammt aus der Mitte des 15. Jahrhunderts, aber die Wurzeln des Bergbaus reichen viel weiter zurück.
Noch im 19. Jahrhundert lebten in Piesky etwa 100 bis 140 Einwohner. Das Leben hier war nicht einfach. Die Halden und Abraumhalden brachten fast nichts ein, und alles musste auf dem Rücken von Špania Dolina oder Staré Hory getragen werden. Doch die Bergbausiedlung lebte ihr Alltagsleben. Hier ist noch die Kapelle Unserer Lieben Frau erhalten, um die herum sich ein kleiner Platz befand, auf dem sich die Menschen versammelten. Sie spielten Pfeife oder Mundharmonika und tanzten. Einmal im Jahr fand in der Kapelle eine Messe statt. Heute sind noch die Außenmauern des ehemaligen Hauses, zwei Eingänge zu den Tunneln und der Torso des Friedhofs im Steilhang zu sehen. Der Raum in der untergegangenen Siedlung hat einen ungewöhnlichen Charme. Die umliegenden Wälder wirken majestätisch und friedlich. An einigen Stellen gibt es Abraumhalden und überwucherte Wege, die an den Hängen entlangführen.
In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts nahm das Unternehmen Rudné mines den Tagebau wieder auf und baute einen Tunnel zwischen Špaň Dolina und Pieskí. Der Bergbau ging jedoch allmählich zurück, bis Piesky im Jahr 1953 verschwand.